Segelturn auf dem Steinhuder Meer
Schon vor langer, langer Zeit, ich hatte es bereits wieder vergessen, hat Guido mich und die ganze Zapfanlagen Holding zum Geburtstagssegeln eingeladen. Am Sonntag war es dann auch soweit.
Statt also gemütlich auf dem 40.zigsten Geburtstag von Peckus abzuhängen machten wir uns mit zwei Autos auf zum Steinhuder Meer. Einzig Jacques blieb daheim und folgte der Einladung von Peckus.
Nach einer recht langen Fahrt uns einer kurzen Parkplatz suche - das Wetter war sehr gut und entsprechend viele Besucher tummelten sich am 'Meer' - luden wir unsere Klamotten auf das Boot und verabschiedeten die beiden Mädels.
Eine kurze Einweisung später, jeder bekam eine kleine Aufgabe zugewiesen, ging es dann los. Die Sonne brannte vom Himmel und wir machten bei ca. 4 Windstärken bis zu vier Knoten fahrt.
Wenn die Zapfanlagen Holding schon mal unterwegs ist dann darf auch ein ordentliches Bierchen nicht fehlen. Robi hatte dafür ein 10 Liter Fäßchen Pils abgefüllt. Selbiges war nach einer etwas abgewandelten Rezeptur und etwas sehr Hopfen betont - meinte zumindest Sebi. Mir hat es geschmeckt. 
Selbstverfreilich blieben die beiden Segler, Guido und HeKo, nüchtern - HeKo musste ja Abends auch noch wieder nach Hause fahren.
Viel zu sehen gibt es auf dem Steinhuder Meer ja nicht, ein paar Bojen, zwei künstliche Inseln und einen Haufen Boote, Surfer und Co.. Also haben wir kurz das eine selbstgebastelte Eiland angelaufen und haben für drei Euronen halt gemacht. Die Sonne brannte dort unbarmherzig und nach einem kurzen Rundgang sind wir wieder los.
Ein paar kleine Manöver später haben wir uns dann zurück zum Anleger begeben, wo wir lecker Gegrillt haben. Fleisch, Bratwürstchen, Grillfackeln und Mettstäbchen gab es zusätzlich Salat und Brot. Schon während des Essens sah man dunkle Wolken aufziehen, die aber nördlich an uns vorbei zogen.
Nachdem alle gegessen hatten und der Grill abgekühlt war haben wir uns zurück auf das Boot begeben.
Anfangs wurde noch überlegt, ob wir noch einmal los wollen, das haben wir aber nicht getan - war auch besser so. Gerade als wir das Boot fest gemacht hatten ging das Schlamassel los. Es goß in Strömen, hagelte und stürmte. Da wir bei dem Wetter nicht über den Steg rennen wollten blieben wir also an Bord - gut das es eine große Kabine gab. Die Luft da drin war zwar nicht die beste aber es war auszuhalten.
Als dann noch ein Telefon klingelte und die Mädels berichteten, dass sie nicht weiter fahren könnten wurde uns langsam das Ausmass bewusst.
Bäume waren umgestürzt und blockierten einige Straßen - das man kam aus dem Wagen schauen konnte kam noch hinzu. Wir waren längst bei einer Regenpause von Bord gegangen und hatten an einem Gebäude unterstand gefunden als endlich der zweite Wagen wieder eintraf.
Die Rückfahrt war noch ein kleines Abenteuer. Pinkel und sonstige Pausen nicht extra erwähnt mussten wir Ästen ausweichen, überflutete Unterführungen durchqueren und mit einem immer wieder ausfallenden Handynetz kämpfen.
Als wir dann endlich in Springe waren und uns von den anderen verabschiedeten waren alle erleichtert. Die letzten Meter waren recht ruhig, auch wenn wir nicht die Strecke nehmen konnten die wir eigentlich bevorzugt hatten. Auch hier lag ein Baum auf der Straße, die Feuerwehr war aber bereits dabei ihn zu entfernen.
Die B217 in Richtung Völksen war frei und auch der restliche Weg bis ich ausstieg war problemlos befahrbar.
Das Fazit des Tages: Gerne wieder eine Segeltour, aber bitte ohne Gewitter und Co.!
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